Biographie

Foto: Dietmar Spolert

 

Die deutsch-schwedische Mezzosopranistin Ivonne Fuchs hat sich innerhalb weniger Jahre als international gefragte Opern- und Konzertsängerin einen Namen gemacht.

 

 

Ivonne Fuchs erhielt ihre Ausbildung an der Musikhochschule Detmold, dem Royal College of Music Stockholm der University of Opera Stockholm. Über mehrere Jahre wurde sie von KS Christa Ludwig betreut und arbeitet derzeit mit ihrem Coach Daniel Sarge in Wien.

 

Im Sommer 2009 debutierte Ivonne Fuchs mit der Hauptrolle in Händels Ariodante am Drottningholmer Schlosstheater. Ihr internationales Debut gab sie 2010 als Waltraute in Wagners Die Walküre an der Mailänder Scala und der Staatsoper Berlin unter Daniel Barenboim sowie Fricka in der Ring-Produktion an der Wermland Opera.

 

2011/12 war sie als Suzuki (Puccini – Madama Butterfly) an der Volksoper Stockholm und 2012/13 als Federica (Verdi – Luisa Miller) an der Malmö Opera zu hören. In den Spielzeiten 2011/12/13 wurde Ivonne Fuchs als Cover für Waltraute in Wagners Götterdämmerung an der Metropolitan Opera New York engagiert. 2014 sang sie die Waltraute in Berlin, Mailand und bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall London, alles unter Leitung von Daniel Barenboim.

 

Im Herbst 2014 sang Ivone Fuchs die Rolle der Amastre und die Hauptrolle des Xerxes in Händels Xerxes zusammen mit dem Ensemble Matheus unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi am Stockholmer "Artipelag". Im Juni 2015 war Ivonne wiederum in der Rolle der Amastre an der Opéra Royal du Château de Versailles sowie 2016 in Moskau und am Grand Teatre Liceu Barcelona zu erleben.

Engagements der Saison 2016/17 waren ihr Debut als Marcellina in Mozarts Le Nozze di Figaro sowie Berta in Rossinis Il Barbieri di Siviglia an der Königlichen Oper in Stockholm.

Ihr breit gefächertes Opern-Repertoire beinhaltet sowohl Rollen wie Octavian, Komponist, Brangäne als auch aktuell die Rollen des dramatischen Zwischenfachs wie Ortrud, Kundry, Leonore (Fidelio) und Sieglinde.

Zukünftige Engagements sind u. a. die Rolle der Brigitta in E. W. Korngolds ”Die tote Stadt” an der Finnischen Nationaloper Helsinki sowie die Zusammenarbeit mit Tänzern der „Sasha Waltz Company“ und Charlotte Engelkes in deren Neuproduktion „Lohengrin Dreams“ mit Aufführungen an der Norrlandsoperan, Dansens Hus Stockholm, Radialsystem Berlin u.a.

 

Im Jahr 2010 erhielt Ivonne Fuchs das "Drottningholm Stipendium", 2012 wurde sie mit dem renommierten "Birgit Nilsson- Stipendium" ausgezeichnet, im Frühjahr 2015 erhielt sie erneut das "Drottningholm Stipendium”. Im Jahr 2016 gewann sie den Grant Award des Gerda Lissner International Wagner Competition in New York.

 

Ihre umfangreiche Konzerttätigkeit führte Ivonne Fuchs nach Japan, in die USA und an nahezu alle wichtigen Konzertstätten in Europa, wo sie mit Dirigenten wie Manfred Honeck, Daniel Harding, Santtu-Matias Rouvali, Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe, Frans Brüggen, Daniel Reuss, Paul Mc Creesh, Peter Dijkstra, Stefan Parkman, Gary Cooper, Lars- Ulrik Mortensen und Hans-Christoph Rademann zusammenarbeitet. Als Interpretin von Bach und Händel ist sie ebenso gefragt wie im großen romantischen Fach mit Werken wie Verdis "Requiem", Brahms´"Alt-Rhapsodie", Mendelssohns "Elias" und Mahlers "Das Lied von der Erde". Sie wirkte bei mehreren Uraufführungen von sakralen Werken des schwedischen Komponisten Sven David Sandström mit, wie der Passion "Ordet" (Das Wort) unter Manfred Honeck, "Messiah" und Sandströms "Matthäuspassion" in der Berliner Philharmonie unter Stefan Parkman.

Konzertengagements der vergangenen Saison waren u.a. Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, Mahlers 2. Sinfonie mit dem Philharmonic Orchestra in Tampere unter Santtu-Matias Rouvali sowie Alma Mahlers Ochesterlieder mit Stockholms Blåsarsymfonikerna.

 

Eine Reihe von Aufnahmen dokumentieren die Vielseitigkeit der Künstlerin. Im Jahr 2011 erschien die Einspielung von Johann Ludwig Bachs "Trauermusik" mit der Akademie für Alte Musik unter Hans-Christoph Rademann bei Harmonia Mundi France, im Jahr 2015 Mahlers Das "Lied von der Erde" in Zusammenarbeit zwischen Capriccio und Deutschlandfunk. 2016 erschien bei Proprius Sweden eine Einspielung von Benjamin Brittens ”Songs for Voice & Guitar”, die von internationaler Presse hoch gelobt wurde. Im Winter 2018 erschien bei DaCapo Records die Ersteinspielung auf LP in deutscher Sprache des von Niels W. Gade komponierten Oratoriums „Erlkönigs Tochter“ in Zusammenarbeit mit Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen.

 

Ivonne Fuchs ist zudem eine passionierte Liedsängerin und arbeitet regelmässig mit der Pianistin Anna Christensson zusammen. Gemeinsam gewann das Duo den 1. Preis des schwedischen Liedwettbewerbes "Ordet & Tonen" und gastiert seit vielen Jahren mit Liederabenden auf allen namhaften schwedischen Kammermusikfestivals und in Deutschland.

Eigens für das Duo schrieb der schwedische Musiker und Komponist Svante Henryson den Liedzyklus „Frånvarons Speglar“ auf Texte des in Stockholm lebenden syrischen Schritfstellers Faraj Bayrakdar. Die Komposition wurde im September 2017 in schwedischer Sprache von Ivonne Fuchs und Anna Christensson in Stockholm uraufgeführt. Aufgrund der enormen Resonanz durch Funk und Presse folgte u. a. eine Einladung an die Akademie der Schönen Künste in München, wo im Juni 2018 die Uraufführung der deutschen Fassung unter dem Titel „Spiegel der Abwesenheit“ stattfand. Eine Dokumentation des Abends ist durch den Bayrischen Rundfunk erfolgt.

Im Winter/Frühjahr 2019 wird die CD „Frånvarons Speglar“ bei Daphne Records Sweden erscheinen.

 

 

 

 

 

© Ivonne Fuchs Stockholm 2018